Essen ist Leben – die ARD – Themenwoche 2010

Essen ist Leben. ARD-Themenwoche 2010 vom 23. bis 29. Oktober

Guten Morgen aus Potsdam!

Seit heute, wird die ARD ihre diesjährige Themenwoche in ihren Sendungen näher beleuchten.Im letzten Jahr, wurde die ARD – Themenwoche dem Ehrenamt in unserem Land gewidmet.Und der Mehrwert, der daraus in die Mehrheitsgesellschaft einfliesst gewürdigt. Nun, in diesem Jahr  ist es das Thema das unser Leben, wie kein Zweites  bestimmt. Die Ernährung – das Essen als Lebens und Alltagskultur und der Hunger den man auch in diesem Land zu Hauff erleben muss. Eine breite Schere ist es, die hier das Spektrum näher bringt. In einer Woche kann man die Komplexität auch nur anreißen, jedoch nicht vollständig wiederspiegeln. Aber: Es ist schon so, dass hier Klarheit gewonnen werden muss. Und zum Nachdenken – Umlenken – Neuaufstellung im täglichen Einerlei einläd. So gesehen ist diese Themenwoche sehr wohl eine, die man mit gesundem, neugierigem Einvernehmen begleiten sollte.

Wie ist es mit der täglichen Nahrungsaufnahme überhaupt? Ich gebe zu ich koche schon sehr gerne und auch durchaus gesund. Angefangen von einer leckeren asiatischen Kohlsuppe bis hin zur brandenburgischen Gemüsesuppe mit Rinderfleisch ist es schon so. Aber, wenn ich keine Lust habe, dann ist es schonmal die Dose mit irgendeiner Suppe aus der Massenproduktion, die auf den Tisch kommt. Manchmal schneide ich noch ein paar Kartoffeln rein und fertig ist es. Ebenso ist es mit  Pasta oder komplette Mahlzeiten. Schnell was fertiges in die Mikrowelle und ab in den Mund.Dabei macht selbst kochen auch Spaß. Man kann es, wenn man Zeit – Lust -Nerven dafür hat, so richtig zelebrieren.Ein gutes Glas Wein als Begleiter beim Fleisch bruzzeln, hat ja auch sowas wie ein Stück Kultur dabei.

Ich brauche aber nicht unbedingt ein so schlechtes Gewissen haben, wenn ich das so mische. Zumal Obst immer im Hause ist.Und Müsli und Joguht ebenso. Nur, wie machen es gestreßte Eltern mit ihrem Nachwuchs? Kriegen die wo es kein Schulessen gibt, was frisch und gesund gekochtes zumindest regelmäßig auf den Tisch? Man hört da ja so vieles.Davon das man dem Kind Geld gibt und dieses das in Döner, Fritten, Burger,Chips anlegt. Mit dem möglichen Ergebnis dass das Kind vom Gewicht auslegt und die Eltern das nicht immer sofort erkennen. Da ist schon ein arger Kreislauf im Gange. Wo dann das Thema  Jungendgesundheit wieder in Spiel kommt. Und einige Studien bescheinigen, diese Langzeitbeobachtungen.Unsere mitteleurpäischen Kinder werden immer  mehr vom Übergewicht erfasst. Da ich selbst alles andere als Schlank bin, weiss ich in welcher teuflischen Falle man da steckt. Und dass das so auch ein enormes Stück Minderung in der Lebenskultur ist. Und mit keinem Detail Vorteile bringt. So ist es im gesellschaftlichen Kontext zusehen.

Das ist eine  Betrachungsweise zum Thema “ Essen ist Leben.“ In der ARD wird das nun die nächsten Tage in unterschiedlichster Form beleuchtet.Mit den Paten, der Journalistin Carmen Miosga, dem TV – Koch Tim Mälzer und dem Wissenschaftsjournalist und Moderator Ranga Yogeshwar, werden wir sicher an einigen Stellen, unser “ blaues Wunder“ erleben. Und vorallem in der Nahrungsproduktion eine  Einblick in Globaler Hinsicht bekommen.Dort wo Hunger  ein ständiger Lebensbegleiter ist. Dort wo das Leben von krasser Armut und Elend bestimmt ist und bleibt. Während woanders aus unerklärlichen Gründen aus dem Überfluss heraus, Milch in die Gullys gejagt wird. Wo Fleisch wegeworfen wird und Obst und Gemüse verrotten. Ohne dass man daran denkt, das man damit vielleicht ein Kind – einer Frau – einem Mann helfen könnte.Wohlgemerkt: HELFEN GEGEN HUNGER!!!

Ich denke dass ist ganz klar ein Aspekt, der weiterhin im Vordergrund zubleiben hat.Weil, wir Menschen ja so gerne und schnell vergessen. Aber ebenfalls höchst unangehm,wenn nicht sogar höchst kriminell ist das was Lebensmittelfälscher aus dem Labor heraus in die Produktion buxieren. Man denke da an solche unappettlichen Sachen wie Klebefleisch und Dialogkäse.Und diverse gruselige Dinge mehr. Jedenfalls will die verantwortliche Fachministerin im Bundeskabinett – die wackere Ilse Aigner – nun einem Internet – Pranger bespielen.Wo jeder böse Bub seinen Aufritt höchst Massenwirksam bekommt, der uns was auf den Tisch zaubern will, was uns bei klare Kenntnislage sicher den Magen umdrehen lässt. Nun ja Frau Aigner, man kann das ja sehr gerne mal versuchen.Am Ende ist klar: Es bleibt zumindest dabei, alles so wie es ist!  So das wir die Endverbraucher wieder gefordert sind.Und uns einen Metzger, eine Bäcker des Vertrauens suchen, um zuwissen, dass der uns das verkauft, was frisch und ungekünstelt ist. Was wir ohne bedenken kaufen könnten. Eine kleine Revolte wäre ja hierbei garnicht so schlecht.Thilo Bode der Präsident von Foodwatch, hätte dazu sicher so einige sehr konstruktive Ansätze.

In diesem Sinne – Mahlzeit ! Bei mir gibt es übrigens Brocoli – Kartoffel -Auflauf. Das ist was soldies. Na  dann ab in die Küche und was leckers zaubern.

Mehr Infos zur  ARD – Themenwoche sind hier zuerclicken:

http://web.ard.de/themenwoche_2010/?p=1803


Dem Wahnsinn kein Ende!

Guten Tag aus Potsdam!

Es ist schon enorm was los Landauf und Landab. Ruhige Zeiten sehen anders aus. Das Dauerthema AKW – Laufzeitverlängerung durch CDU/CSU/FDP fand heute im Bundestag einen weiteren finalen Punkt.In hochaufgehitzter Debatte warfen sich Koaltion und Oppositionen, gegenseitiges Versagen in der Auffassung nur so um die Ohren.  Gestern, wie schon berichtet, in Stuttgart Bürgerkriegsähnliche Zustände. Und alles sei Rechtens. Die Zahl der mehr als 100 zum Teil schwer verletzten Bürger wird kraftvoll runter gespielt. Man habe so vorgehen müssen.Um geltendes Recht durchzusetzen, so die Statements der Landes – Innenminister und Verkehrsministerin. Offenbar ist unserem Land, die Zwischentonlage ausgegangen.  Traurig, beschämend aber sehr wohl Realität! Eine tiefschürftende Erkenntnis, die Blüten treibt.

Mit dieser Erkenntnis durch diesen Tag gehend,sehe ich eine Wiederholung von Trends, die es in Dekaden immerwieder gegeben hat. Das deutsche Kabarett – Satrie – Comedienwesen ist wieder in einer Hohezeit angekommen. In den goldenen 20. Jahren trieb das scharfe Blüten.Man denke hier an KünstlerInnen  dieser Zeit, wie Claire Waldorff, Otto Reuter, die Comedien Harmonist um nur einige zu nennen. Während es deutschen Wirtschaftswunder kamen solche Protagonisten wie die Stachelschweine bis in den kalten Krieg aus dem Boden.Wolfgang Neuss sprühte sein Gift in die Fugen der Gesellschaft. In Düsseldorf gab es die grandiosen Kay und Lore Lorenz mit ihrem  Kabarett.München hatte mit der Lach und Schiessgesellschaft eine wahre Adresse fürs politsch eingemachte. Über allem immer klar der Spirtus rector Dieter Hildebrandt.Mit ihm Bruno Jonas, Richard Rogler, Maren Kroymann ,Matthias Richling,Georg Schramm. Und so liesse sich dieses ad ad Best – Liste fortführen.

Im Osten gab es die Distel in Berlin, die Pfeffermühle in Leipzig.Und solche Paradeleute wie Jürgen Hart,Peter Ensikat, Tom Pauls  und viele andere mehr. Jede Zeit hat immer so die „auf“ und „abs“  wo das politische Kabarett in seinem gesamten Understatment von enormer politischer Relevanz war und ist. Und genau das scheint heute auch wieder von ausbreitender Wirkung zusein. Die Menschen geben sich nicht ganz der Politikverdrossenheit hin. Sie wollen lachen über das was sie eigentlich ärgert. Und möglichst im gehaltvollen Bereich.  Politisches Kabarett als gesellschaftlicher Quantensprung? Nun, man muss es schon ein wenig differenzieren. Aber im Kulturbetrieb eine unverzichtbare Beigabe im Gesamtbetrieb ganz ohne Zweifel.

Neben dem alt hergbrachten Scheibenwischer, konnte sich im ZDF Neues aus der Anstalt etablieren. Aber die Mainzelmänner vom Lerchenberg scheinen sich ja insgesamt auf Pfaden des Kabarett – Satiresektors zuentwickeln.Was zweifelsohne ein echter Trugschluss im Zeichen der Zeit ist. Autoren und Darsteller gleichermaßen, haben zu dieser Zeit, mit diesem Geschehen auf der politischen Bühne, volle Nahrungszufuhr frei Haus.  Es darf aus dem Vollen heraus verwurstet werden, was das Zeug hält. Und hier setzt das begnadete Format Extra3 auf NDR an. Und zeigt Prima, den Blick hinter dem Blick. Man will ja als Mensch schon gerne mehr sehen, als sich einem zeigt. Nun: Heute ist Freitag und wie schon geschrieben, sind die Mainzelmännchen schwer im Gewässer von Gossip und Satire unterwegs.So auch heute ab 22:30 Uhr mit der Heute -Show. Einen nachgeahmten Satrienachrichtenformat. Wer jedoch glaubt auch diese müsse genauso objektiv sein, wie ein journalistisches News- Format, der irrt. Satire ist nie objektiv.Sie darf gnadenlos überzeichen. Wunden aufreissen und bestimmte Dinge der Lächerlichkeit preis geben. Das ist die Waffe die hier gezielt zum Einsatz kommt. Jedoch weniger in Weltverbesserungsmentalität, aber als Kenntnisgeber, für ewig und ständig laviernden Wahnsinn. Und davon ist auch wieder im Jahr 2010 jeder, jede Menge unterwegs. Man möge doch sehr aufpassen, dass diese Welle einen nicht überrennt. Suche sich da jeder die Therapie, die einem die für sich am geeignetesten erscheint.

Vielleicht findet sich ja heute in Nah und Fern, gegen 22:30 Uhr das Publikum zur Massentherapie im ZDF ein. Lachen kann ja durchaus gesunden. Na dann, dann und dann gewiss auch noch! Versprochen!

Und schonmal vorweg eine kleine Therapieeinlage hier im Blog, in Form der Heute Show!

Einstweilen, wünsche ich uns allen einen geglückten Wochenendeinstieg nach Maß.

Liebe Grüße aus dem sonnigen Potsdam!