Wiederauferstehung in Gorleben!

Guten Morgen aus Potsdam!

Im Wendland, genauer gesagt im Kreis Lüchow – Dannenberg  geht es dieses Wochenende zur Sache. Seit Tagen sind Castorbehälter aus Frankreich kommend, auf den Weg in den Salzstock Gorleben unterwegs. Zur Stunde wird die Polizei ihre Präsens immer mehr verdichten. Mit einem engmaschigen Netz werden sie die Bahnverbindung abriegeln. Im Netz und unter den Gegnern der Atompolitik, wurde zum Schottern der Bahngleise aufgerufen. Und in der Tat, dieser Vorgang könnte für den Zug beim Vorbeifahren eine ernste Gefahr darstellen. Die sich dann möglicherweise auch über das Gleisbett hinweg in vielerlei Hinsicht zeigen könnten. Heute werden in Gorleben etwa 40.000 Demonstranten erwartet. Hoffen wir mal dass es friedlich bleibt.Die Kraft der Bilder, ist ja heute im Vollmedienzeitalter, eine nicht zuunterschätzende Waffe. Nun eins dürfte klar sein: Das was sich im Gorleben an Protestpotenzial entblättert, wird dies Bundesregierung kaum beeindrucken. Das hatte ja nicht mal die Antiatomkette  Anfang in Berlin getan. Dabei entsteht hier mit dieser Form von Demokratienahme, sowas wie ein „Back to the Roots.“ Das  haben die ehemaligen Westdeutschen alles schonmal in den 80.Jahren Live und in Farbe gehabt.

Doch damals waren es die sich gerade im  Gründungsprozeß befindlichen Grünen, die Antiatombewegung und die Jusos, die hier neben Kräften der Anarchie, ihrem Unwillen über Umweltverschmutzung Ausdruck verliehen haben. Heute dagegen sind es die Bauern, die bei dauerhafter Einlagerungen um die Ertragsqualtität und die Sauberkeit ihrer Äcker fürchten. Aber auch der alteingesessene Landadel ist wie seit jeher dabei. Die heute stattfindenen Proteste tragen sich quer durch alle Schichten. Und macht vor keiner Altersstufe halt. Gestern haben sich die Schüler aus der Region in Gorleben zu einer Mahnwache und Demo getroffen.Sozusagen als Warm up für heute.Mit genauso viel Besorgnis im Blick, was durch diese unkalkulierbaren Einlagerungen von Atommüll, mit ihrer Region auf Dauer geschieht.

Da schwingt vieles mit. Und ist sicher nicht frei von emotinalen Strömungen. Und die werden sich auf diese Bundesregierung abladen.Die sich auch keine Mühe gibt, ihr Lobbytum für eine Atomenergie auf dem Pfaden von Endlaufzeitverlängerungen  bis 2050, zuverstecken. Den Menschen in und um Gorleben schwant hier nichts gutes.  Weil diese Bundeskanzlerin, wie  schon zu ihren Zeiten als Bundesumweltministerin,an Gorleben gnadenlos festhält. Obwohl es nach wie vor keine klare Faktenlage gibt, die erkennen lässt wie Sicher ist Gorleben, wenn ein Castortransport nach dem Nächsten dort entladen und dort eingelagert wird.  Der Zorn ist verständlich groß. Ein Leben auf einer tickenden Zeitbombe ist eine geradezu gruselige Vorstellung.Wo es um die Gesundheit der Menschen geht und um die Erhaltung einer sauberen Umwelt , da kann man in der Tat nicht ruhig sein.

Und so bleibt zuhoffen, dass der ambitionierte Bundesumweltminister, nicht nur auf seine zukünftige Politikkarriere in Nordrhein – Westfalen guckt. Sondern, ein Stück Verantwortung zeigt.Aber ich glaube, dass es sich hier um einen sehr frommen Wunsch handelt.

Eins ist  Klar wie Lange nicht: Diese Regierung ist ein echter Muntermacher. Und treibt mit ihrer verlogenen, unverantworlichen Politik die Menschen aus den warmen Häusern auf die kalten Straßen und Äcker! So wie lange,lange nicht. Und das nicht nur in Gorleben. Die Menschen haben wieder entdeckt, welche demokartischen Rechte sie haben. Dieser “ heisser werdende Herbst“ dürfte da nur ein ANFANG sein.  Und das ist macht dieses unseres Land wieder ein Stück lebendiger.Wir rücken wieder näher zusammen und wissen eine „Ellenbogengesellschaft “ ist nicht das Nonplusultra!!!

Ich schreibe nicht nur so für mich dahin! Mit meinem Sohn war ich am 24.04 bei der Antiatomkette zwischen den AKWs Krümmel und Brunsbüttel dabei. Wir stehen hier mit den Jusos – Brandenburg , den Grünen usw in Halstenbek/Schenefeld bei Hamburg.  Die über 100 km lange Strecke konnte Lückenlos dank mehr als 250.000 Menschen geschlossen werden.

Infos zu Gorleben sind hier in diesem Link bitte zuentnehmen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gorleben

Was ich mir für diesen Tag wünsche und da stehe ich nicht alleine das, ist das: Eine kraftvolle, entschlossene Demonstration .Und diese in dieser Größe möglichst friedlich ohne Steineflug in unterschiedlichste Richtungen und dass die bedrohlichen Wasserwerfer  keine Chance zum Einsatz haben.

„Macht es friedlich aber, macht es gut und nutzt die Möglichkeit um Menschen für Eure Ziele mitzunehmen.Darum ist friedliches, überzeugtes Understatement unerlässlich!“

In diesem Sinne und einen guten Samstag aus Potsdam gewünscht!

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Reformwut bei der Bundesregierung!

Kürzlich erst öffnete die Bundesregierung den Reigen eines Reformanstums.Erst die höchst umstrittene HartzIV – Reform. Und nun vor wenigen Stunden in Sachen Atomenergie – Laufzeitverlängerung. Natürlich ohne auch nur einen Versuch Volkes Wille dabei unterbringen. Das hat erst am 18.09.2010 das Regierungsviertel aufgemischt. Offenbar ohne bleibenden Eindruck. Und das Ganze hübsch verpackt.Mit jede Menge Lügen angereichert. Den vollständigen Vorbeigang am Bundesrat inbegriffen.

Merkel und ihre Lieben, haben sehr gut in die Kiste der „Rumtrickserei“ gegriffen. Von wegen die Atomwerkbetreiber werden zur Kasse gebeten, wegen der Brennelementesteuer. Im Umkehrschluss verdienen selbst  E-on, RWE,EnBW und auch noch Vattenfall Milliarden Euros daran.Bis 2050 soll alles so bleiben.Angeblich werde bis dahin, bei den Erneuerbaren Energien aufgerüstet. Nur komisch das man die Energiedämmung bei Gebäuden erheblich zurück gefahren hat. Nach wie vor bei alldem, auch kein Ansatz wie man den nun die Endlagerproblematik lösen will. Diese Bundesregierung agiert ins „SCHWARZE“ hinein. Und scheint nahezu unbeirrt alles umzusetzen, um dem eigenen Klientel gefällig zusein.  Demokratiewille des Bürgers gleich Null Interesse. Die Bedenken einiger Ministerpräsidenten werden weggefegt.Als gäbe es sie nicht.

Und nicht nur das: Nein jetzt wird sogar sowas wie eine Zensur bei den Medien lanciert. Die heute noch zuerwartende Pressekonferenz mit Umweltminister Norbert Röttgen, darf nicht als Livestream gesendet werden. Diese wunderbare Erfahrung mussten heute die Redakteure der Onlineabteilung vom Nachrichtensender N24 machen.  Somit dürfte schwer ausgemacht sein:  Dieses gesamte Kiste stinkt und das mächtig gewaltig.  Da hat die Bundeskanzlerin aber perfekt Unterricht bei Sakrozy und  Co genommen.  Da muss es Antworten geben.Auf der Straße und bei Wahlen, wann immer die dann stattfinden werden!!!