Stuttgart 21 und kein Ende!

Guten Tag  aus Potsdam!

Bilder erreichen uns aus der Badem Württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart, die einen an wilde politische Zeiten in den 70.Jahren erinnert. Wasserwerfer,Tränengas und eine hochgerüstete Polizei stellen sich den Gegnern des Mega – Bahnprojekt entgegen. Nichts mit einem Tisch wo beide Lager ihre Bedenken und Befürwortung gegenüber spiegeln.Und auch nichts was die hochgepulverte Atmosphäre, die seit Monaten im Musterländle, wieder runterbringt. Das gesamte “ Für“ und „Wider“ scheint wohl den Winter zuüberstehen. Als Ausdruck extremst verhärteter Fronten.  Nur da wo nicht miteinander gesprochen wurde, da wird es freilich keinen Weg geben, der Befriedung bedeutet. Oberster Versager ist hier Ministerpräsident Stefan Mappus, der statt ganz Landesvater eher den Rambo in Law and Order – Manier gibt.

Was ist bißher passiert? Nach ersten zaghaften NO – Aktionen wuchs die Bewegung um Schauspieler Walter Sittler.Und machte nicht vor dem jeweiligen Parteibuch des Gegners von S21 halt. So waren es Mitglieder der Grünen, die neben dem CDU – Mitglied lauthals durch Stuttgarter Straßen zogen. Ebenso war das unwillige SPD – Mitglied gesehen und zunehmend zuerleben. Als SPD – Politiker zog sich als Sprecher von Stuttgart21 Wolfgang Daxler zurück. Er fand sich zunehmend in einem Interessenskonflikt wieder. Der SPD – Vorsitzendes von BaWÜ Niels Schmidt sprach sich solange man verhandelt für einen Baustopp aus. Was folglich nicht geschah. Weder Verhandlungen mit einer gewissen Abwartungshaltung.Noch der vorübergehende Baustopp.Die Bagger kreisten weiter am Bahnhofsareal. Und die Menschen zogen ihr Demoterrain immer enger. Im vom Hauptbahnhof benachtbarten Schlossgarten ketteten sich Aktivisten von Robin Wood an die Bäume fest, die fallen sollen, wenn das Baugeschehen unvermindert weiter geht.

Alles in allem eine Lage, die nicht von Heute auf Gleich beruhigt wird. Heute gab es als Höhepunkt, diesen geballten Polizeieinsatz um die Zaunlinie für die weiteren Bauarbeiten zuziehen. Auch eine Metapher die vieles aussagt. Demokratie ist ja wirklich was wunderbares. Volksbegehren in jeder Weise auch.Nur gehört um das zielführend zubegleiten sehr viel mehr als ein klares „Ja“ oder „Nein“ dazu. Man spricht dann auch vom beherrschen eines kommuniktativen Handwerks. Das ist in Stuttgart, um den unterirdischen Hauptbahnhofsbau, mehr als einmal auf der Strecke geblieben. Am Ende wird der Bahnhof mit Summen in schwindelerregender Milliardenhöhe gebaut und es war viel Lärm um NICHTS.

Ob jedoch Ministerpräsident Mappus in die Hände reiben kann, das wird er 27.03.2011 zeigen.Da steht der wenig kommunikative Politiker zur Wiederwahl. Wie die dann wird, da gibt es jetzt schon auch eine gewisse Vorahnung.

So sehr dieses Beispiel eins ist, wie man Demokratie walten lassen kann. Um so deutlicher ist es auch ein Beispiel,wie man es nicht macht. Stichwort: Sackgasse pur!!!

Sequenz einer Demo in Stuttgart vom 03.09.2010


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Bahnversuch: Qualitätsoffensive…

Wer von uns im Sommer, so manches Reiseabenteuer mit dem ICE hintersich hatte, wird heute mit einiger Skepsis den Worten von Deutsche Bahnchef Rüdiger Grube gefolgt sein.Alles soll besser,anders gleich werden. Man wolle sich wieder verstärkt dem Kerngeschäft widmen.Und an den Mängel der letzten Jahre arbeiten.

Da hat sich aber das Konzernmanagment aber viel vorgenommen. Der eingeschliffenen Vernachlässigung, von technischen Wartungen und Pflege des Wagenbestandes will man mit Nachdruck begegnen. Dann mal los,möchte man da mutmachend zuraunen. Möge es gelingen was den Konzernverantortlichen in Punkt der  Reisetemperaturen so sehr überraschend vorkam. Als der Sommer sich mal erlaubt hat, auch einer zusein. Das so im gesamten gesehen, ist ja schon sehr fragwürdig. Aber wehe das wiederholt sich im Sommer 2011. Dann dürfte Grube zum Lügenbold mutieren. Schliesslich meinte der DB – Chef heute:

„Bei Reisen mit der Deutschen Bahn,soll niemand im Sommer schwitzen und im Winter frieren!“

Seine Worte in Gottes Ohr. Und wenn er mit seiner Konzernumgebung dabei scheint,sowas wie ein Neuaufstellung hinzubekommen.Dann bitte nicht nur hier Maßnahmen mit Vollwirkung   auf die Reise schicken. Getrost kann gleich an der Pünktlichkeit, dem Service und der Sauberkeit von Bahnhofseinrichtungen selbst in tiefster Provinz gearbeitet werden. Es ist doch immer wieder von tiefschürfender Erkenntnis, wenn man auf einem Kleinstadt – Bahnhof verweilen muss.Und es wehen einem die Urinfahnen nur  so um die Nase.

Kam zu einer seltenen Ehre der Bahnchef Grube. So richtig freuen konnte und wollte er nicht. Aber höflich war er ja schon. Muss man ihm zugestehen!

Auch ein mehr an spezifischer Schulung des  Zugpersonals mit mehr Fingerspitzengefühl darf gearbeitet werden.Wie sich gerade auch im letzten Hardcore – Winter immerwieder zeigte, besteht da ja regelrechter Nachholebedarf. Wenn man liest, das Teenager bei Dunkelheit und Kälte aus dem Zug geworfen werden.Obgleich es einige Möglichkeiten gibt, die Nachweispflicht für erworbene Zeitkarten oder einer Nachlösung zum späteren Zeitpunkt zuerbringen. Wo Kulanz geübt werden kann, dann sollte man das als Zugpersonal schon mit mehr Augenmaß ausbilden. Junge Menschen irgendwo auf der Strecke auszusetzen.Sie ihrem Schiksal zuüberlassen.Das kann und darf es nicht sein. Wehe, wenn dem jungen Lebensunerfahrenen Menschen was graviernd schlimmes geschieht. Wer dann wohl die Verantwortung übernehmen will Diese Frage sollte sich wohl besser nicht stellen. Nicht wahr Herr Grube!

Also kurz zusammengefasst: Da ist aber jede Menge Gröll auf dem Bahngelände. Wegräumen mit vereinten Kräften das kann ja schon doch sehr hilfreich sein. Gute Reise dann, dann und auch dann noch!!! Wäre ja ein sehr Imagefördernder Einsatz.Wo doch das Missmanagment bei Stuttgart 21 so sehr für schlechte Schlagzeilen sorgt……..